Abhijan Toto

The Exhaustion Project

 

Der in Kolkata lebende Kurator Abhijan Toto präsentiert ein kuratorisches Projekt, das den Höhepunkt einer Reihe künstlerischer Befragungen darstellt: In The Exhaustion Project lotet er gemeinsam mit Eglė Budvytytė (LT, NL), Alisa Chunchue (TH), Jessika Khazrik (LB), Sarah Naqvi (IN) und Anna Ridler (GB) die Beziehung zwischen Arbeit, Selbstpflege und einem erschöpften Körper aus. Das Projekt untersucht, wie weit Subversion durch gemeinschaftliche Erschöpfung imaginiert oder gar erreicht werden kann.

Während der Zusammenarbeit von Toto mit seinem Mentor David Elliott kreisten ihre Gespräche um das Konzept von Macht und um die Frage, wie man sich ihr unter verschiedenen kulturellen und politischen Bedingungen nähert – und wie sich Subversion in diesen unterschiedlichen Kontexten äußert. Was passiert, wenn politische Handlungen einander beeinflussen und miteinander verschmelzen? Von diesen Betrachtungen ausgehend wurde das Thema der Verschränkung zum zentralen Anliegen des kuratorischen Projekts: obwohl sie alle mit unterschiedlichen Medien und verschiedenen Praktiken arbeiten, entwickelte doch jede der teilnehmenden Künstlerinnen ein Modell von Körperlichkeit, das von vornherein mit anderen menschlichen und nicht-menschlichen Elementen verwoben ist.

In ihrer Darstellung von Körpern – nicht als einzelnen Einheiten, sondern als miteinander verflochten – dachten die teilnehmenden Künstlerinnen über neue Möglichkeiten des gemeinschaftlichen Daseins und der Bewegung in Gruppen nach und schufen so alternative Darstellungen des gegenwärtigen Moments. Im Prozess der Umsetzung des kuratorischen Projekts entwickelten sich die einzelnen Arbeiten hin zu einer Untersuchung von Handlungsweisen, die aus diesem Blickwinkel entstehen: sie ließen einen Handlungsraum entstehen, der über einen Zustand der Erschöpfung hinausführt und neue Formen der Intimität und der Fürsorge eröffnet.

The Exhaustion Project wird unterstützt vom Königreich der Niederlande, dem Litauischen Kulturinstitut, dem Goethe-Institut London, dem Goethe-Institut Max Müller Bhavan Kolkata, dem Goethe-Institut Max Müller Bhavan Mumbai und dem British Council.

 

Foto: Anna Ridler